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AUSFLUG: INSELRUNDFAHRT

 

Ein Tag reicht aus, um die 230 km Küstenstrecke von Gran Canaria zurückzulegen. Wenn man von Maspalomas um 9.00 Uhr morgens losfährt, kann man ohne Eile um 20.00 Uhr zurück sein. Von der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana aus können Sie entweder in Richtung Norden oder Süden fahren. Wir empfehlen Ihnen zuerst Richtung Süden zu fahren, denn früh am Morgen sind am Himmel weniger Wolken. Nehmen Sie die Küstenstraße nach Mogán und sehen Sie auf dem Weg dorthin die Strände von Arguineguín, Patalavaca, La Verga, Puerto Rico, Amadores, El Cura, Tauro und Taurito sowie verschiedene Buchten. Wenn Sie Puerto de Mogán erreicht haben, können Sie einen Spaziergang durch den Hafen machen, dessen Umgebung an Venedig erinnert, und in einem der zahlreichen Strandterrassen und Restaurants Etwas zu essen.

Verlassen Sie die Küste, fahren Sie durch den fruchtbaren Barranco de Mogán Richtung Berge. Durchqueren Sie eine Gegend mit tiefen und eindrucksvollen Schluchten und Steilküsten bis Sie nach La Aldea de San Nicolás de Tolentino kommen. Von hier aus fahren Sie die Schwindel erregende Straße neben der Steilküste von Andén Verde und von Tirma bis Sie die Gemeinde von Agaete erreichen.

Vuelta a la isla


In der Ortschaft Agaete sollte man den Hafen Puerto de Las Nieves besuchen und sich in einem der kleinen Restaurants die frischen Fisch schmecken lassen. In Agaete nehmen Sie wieder die Küstenstraße und fahren durch die Ortschaft Gáldar, die für ihre archäologischen Fundstellen bekannt ist. Dann fahren Sie durch Guía, ein Ort, der für den hier hergestellten „Queso de flor“ (cremiger Kuh- und Ziegenkäse) bekannt ist.

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Überqueren Sie die Brücke Puente de Silva, von der man eine spektakuläre Aussicht über die Nordküste der Insel hat. Dann kommen Sie durch verschiedene Küstendörfchen bis Sie die Hauptstadt der Insel, Las Palmas de Gran Canaria, erreichen. Hier sollten Sie den Strand Playa de Las Canteras, der durch das lange Vulkanriff „La Barra“ geschützt ist, besuchen.

Fahren Sie auf die Avenida Marítima, die große Küstenstraße der Hauptstadt. Von hier aus sieht man den Hafen von Las Palmas de Gran Canaria. Diese Straße führt zur Autobahn GC-1, über die Sie wieder nach Maspalomas fahren.

Wenn Sie noch genügend Zeit haben und nicht müde sind, empfehlen wir Ihnen, die Ortschaft Telde zu besuchen. Um nach Telde zu gelangen, fahren Sie von der Küstenstraße Avenida Marítima über die Autobahn in Richtung Süden, bis Sie rechts das Schild „Telde“ sehen. Nehmen sie die entsprechende Autobahnausfahrt.

Die Ortschaft Telde war die Hauptstadt eines der zwei “Guanartematos”. Die “Guanartematos” waren die beiden Königreiche, in die Gran Canaria vor der Eroberung unterteilt war. Besuchen Sie die Altstadt San Juan, San Gregorio und San Francisco. Im Ortsteil San Juan befindet sich die Kirche Iglesia de San Juan Bautista, die im 15. Jahrhundert gebaut wurde. Ihre Vorderfront im Gotik- und Mudejarstil und das flämische Retabel über die Geburt Christi stammen aus dem 16.

Jahrhundert. In der Kirche befindet sich am Hochaltar der erstaunliche Cristo del Altar Mayor. Diese Figur Christi wurde von Indianern aus Michoacán (Mexiko) aus einer Maiskolbenmasse angefertigt, was sie besondert leicht macht (7 kg bei 1,80 m Höhe).

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Auch das flämische Hochaltarretabel, ein dreiteiliges, in vergoldetes Holz geschnitztes Altarbild, ist von hohem Wert.

Es ist als das bedeutendste Werk der Kanarischen Inseln dieses Kunststils bekannt. Nennenswert sind ebenfalls das dreiteilige Altarbild aus Flandern der Jungfrau Maria, das Bild über die Erscheinung der Jungfrau Maria vor dem Heiligen Bernhard („La Aparición de la Virgen María a San Bernardo”) aus dem Jahre 1650 und die verschiedenen Heiligenfiguren des kanarischen Künstlers Luján Pérez („San Pedro Mártir de Verona“, „San Juan Evangelista“, der „Cristo“ der Hauptsakristei, „San José“ und „Nuestra Señora de los Dolores“). Neben der Kirche befindet sich das Geburtshaus und Museum der bekannten Gebrüder Fernando und Juan León y Castillo. Fernando war Minister und Botschafter in Paris und Juan Ingenieur und Leiter des Baus des Hafens Puerto de La Luz.

Vuelta a la isla Ein Spaziergang durch diesen historischen Ortsteil mit den kleinen, weißen Häusern und den gepflasterten Gassen ist ein wahres Vergnügen. In der Klosterkirche Iglesia Conventual de San Francisco sollte man sich das kleine und schlichte Retabel und das Tafelwerk ansehen. In dem oberen Ortsteil befinden sich Ruinen des alten Franziskanerklosters, dessen Bau im Jahre 1610 begann.

Zuletzt ist der Ortsteil San Gregorio einen Besuch wert. Es handelt sich um die heutige Einkaufszone von Telde.

Im Jahre 1778 wurde die Kirche Iglesia de San Gregorio Taumaturgo dort, wo sich die damalige Wallfahrtskapelle befand, errichtet. Die Kirche ist ein Werk des kanarischen Architekten Nicolás Eduardo. In der Kirche befinden sich mehrere klassizistische Retabele und die Heiligenstatue von San Gregorio von José Luján Pérez.

Die Häuser in diesem Ortsteil sind zweistöckig und die hohen Türen und Fenster sind mit Halbkreisbögen und Quadersteinarbeiten versehen. Es handelt sich um ehemalige Geschäftshäuser der kaufmännischen Bourgeoisie, die aufgrund des Ruhmes des nahe gelegenen Marktplatzes, hier ihre Geschäfte eröffneten.

Nur 4 km von der Altstadt von Telde entfernt und ca. 19 km südlich von der Hauptstadt der Insel befindet sich der Berg Montaña de Cuatro Puertas. Dieser alte Vulkankegel, der sich 300 m über dem Meeresspiegel befindet, beherbergt eine wichtige archäologische Fundstelle der kanarischen Ureinwohner.

 

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