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AUSFLUG: DER NORDEN

 

Ruta norte

MASPALOMAS-LAS PALMAS- ARUCAS- MOYA- GUIA- GÁLDAR- AGAETE- LOS BERRAZALES- LAS PALMAS- MASPALOMAS.

Wenn man vom Süden über die Autobahn GC-1 in Richtung Norden fährt, erreicht man die Hauptstadt der Insel, Las Palmas de Gran Canaria. Diese Tour sollte man in dem Stadtviertel Vegueta beginnen. Um den Platz Plaza de Santa Ana herum, der aus dem 16. Jahrhundert stammt, befinden sich die wichtigsten historischen Gebäude der Stadt: die Kathedrale, das Rathaus, der Gerichtshof und der Bischofspalast. Der Bau der Kathedrale von Santa Ana fand um das Jahr 1500 statt und zog sich bis ins 19. Jahrhundert hinaus. Aus diesem Grund kann man an der Kathedrale verschiedene Kunststile betrachten, wie z.B der spätgotische Stil im Inneren der Kathedrale und der klassizistische Stil außen. In der Kathedrale wird ein wertvolles Kunstvermächtnis aufbewahrt, das im Museum für heilige Kunst (Museo de Arte Sacro) bewundert werden kann. Zu den wichtigsten Kunstwerken zählt der Cristo von Luján Pérez, der sich im Kapitelsaal befindet.

Auf der Rückseite der Kathedrale befindet sich das Museumshaus von Kolumbus (Casa-Museo de Colón), ein hervorragendes Beispiel für herrschaftliche Architektur. Es liegt zwischen dem Platz Plaza del Pilarillo Seco und der Gasse, die zur Wallfahrtskapelle Ermita de San Antonio Abad führt. Hier übernachtete laut den Chroniken der Admiral höchstpersönlich während seines Aufenthaltes auf der Insel. In diesem Museum kann man verschiedene Gegenstände seines Aufenthaltes auf den Inseln während seiner Reise nach Amerika, sowie Objekte zur Geschichte der Stadt und von Amerika betrachten. Wenn Sie in Richtung Plaza del Espíritu Santo (Platz des Heiligen Geistes) gehen, treffen wir auf das Kanarische Museum (Museo Canario). Hier finden Sie das beste klassizistische Kunstensemble. Das Kanarische Museum beherbergt eine erstaunlich vollständige Sammlung von vorkolumbischen Objekten, sowie eine überaus wertvolle Bibliothek und ein Zeitungsarchiv. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Kunstzentrum für Moderne Kunst Centro Atlántico de Arte Moderno und die Kirche Iglesia de Santo Domingo, ein ehemaliges Kloster. Bei einem Spaziergang durch die engen Gassen dieses Stadtviertels kann man prächtige, öffentliche und religiöse Gebäude besichtigen. Aber Las Palmas de Gran Canaria besitzt noch viele andere, kulturell interessante Orte, wie z.B. das Kanarische Dorf (Pueblo Canario), in dem sich das Nestormuseum (Museo de Néstor) befindet, die Einkaufsstraße Calle Mayor de Triana, das Haus-Museum Casa-Museo Pérez Galdós, das Literarische Kabinett (Gabinete Literario) und der Platz Alameda de Colón, das Theater Teatro Pérez Galdós, die Wallfahrtskapelle Ermita de San Telmo, sowie die Pfarrkirche Parroquia de San Francisco und - im Hafengebiet – die Burg Castillo de la Luz und der Park Parque de Santa Catalina. Da es in der Hauptstadt so eine große Anzahl von Sehenswürdigkeiten gibt, empfehlen wir Ihnen, einen Ausflug nur für die Stadt Las Palmas de Gran Canaria zu planen.

Ruta norte

Wenn man Las Palmas de Gran Canaria in Richtung Norden verlässt, kommt man nach 17 km zur Ortschaft Arucas. Dabei fahren Sie durch eine prächtige und fruchtbare Landschaft.

In der Umgebung von Arucas befinden sich zahlreiche Bananenplantagen. Die Altstadt von Arucas wurde zum „historischen Kunstgut von besonderem Interesse“ ernannt. In der wunderschönen Altstadt hebt sich das Weiß des Kalks und das Schwarz des sogenannten „blauen Steins“ („piedra azul“) der Steinbrüche ab.

Als Sehenswürdigkeiten gelten die Häuser Casa Gourié, Casa de la Heredad und Casa de la Marquesa de Arucas, aber vor allem die Pfarrkirche Iglesia Parroquial de San Juan Bautista, deren Bau im Jahre 1909 begann und 80 Jahre später beendet wurde. Da sie die Pracht einer neugotischen Kathedrale besitzt, wird sie von den Einheimischen „Catedral de Arucas“ („Kathedrale von Arucas“) genannt. Diese Kirche ist ist ein Beispiel für die Quaderstein-Kunsthandwerke aus dieser Ortschaft. In Arucas gibt es ebenfalls ein Rum-Museum in den Räumlichkeiten der kanarischen Rumbrennerei „Ron Arehucas“. Sie wurde 1884 für die Zucker- und Rumproduktion gegründet.

Die Besucher sollten unbedingt auf den 400 Meter hohen Berg von Arucas steigen. Von hier aus hat man eine beeindruckende Aussicht über den Norden der Insel.

Von Arucas aus fahren Sie in Richtung Moya, das sogenannte „Grüne Dorf“ (“Villa Verde“). In Moya befinden sich die einzigen Überbleibsel eines Lorbeerwaldes, der sich ehemals über die Ortschaften Moya, Firgas, Arucas, Teror, Valleseco und Guía erstreckte und von dem nur noch wenige Reste übrig sind. Heute finden Sie die Reste dieses Lorbeerwaldes in dem Naturschutzgebiet Los Tiles (Reserva Natural Especial de Los Tiles) in Moya, das zum Landpark Parque Rural Doramas gehört. In Moya können Sie das Haus-Museum des berühmten, kanarischen Poeten Tomás Morales (Casa-Museo de Tomás Morales) und die Kirche Iglesia de Nuestra Señora de Candelaria besuchen. Vergessen Sie zu guter Letzt nicht, die ortstypischen Suspiros (Törtchen aus Eiweiß und Zucker) und Biskuits zu kosten.

Wenn Sie Moya verlassen, fahren Sie Richtung Guía. Diese Ortschaft ist für ihre Handarbeit bekannt: vor allem für die typischen, kanarischen Messer und den Queso de flor, ein cremiger Kuh- und Ziegenkäse. Die Altstadt von Guía wurde im Jahre 1982 zum nationalen Kunstdenkmal (Monumento Artístico Nacional) ernannt. Die archäologische Kultstätte Cenobio de Valerón, die im Jahre 1978 zum Kulturgut ernannt wurde, ist ebenfalls von besonderem Interesse.

Kehren Sie zur Küste zurück und überqueren Sie die zwei Brücken, die in Richtung Norden der Insel führen. Die erste Brücke misst 68 Meter und die zweite 125 Meter. Wenn Sie anstelle der Brücken die alte Straße, die um den Berg führt, fahren, treffen sie auf den „Cenobio de Valerón“, eine bedeutende archäologische Fundstelle. Es handelt sich hier um ein großes Getreidelager, das aus ca. 300 im Felsen gegrabenen Höhlen besteht und mit Höhlenmalerei und Hochreliefs versehen ist. Auf der Felsspitze befindet sich außerdem ein Tagoror, eine heilige Stelle, wo sich der Rat der kanarischen Ureinwohner – den Guanchen – mit ihrem König versammelte. Von hier aus fahren Sie auf der Straße weiter bis Sie Santa María de Guía erreichen. Auf der Fahrt durch diese Ortschaft können Sie die prachtvollen Gebäude betrachten. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Pfarrkirche, dessen Fassade vom berühmten, kanarischen Bildhauer Luján Pérez stammt, sowie auch zahlreiche Kunstwerke im Inneren der Kirche. Ruta norte

Nach der Kunstbesichtigung sollte man in einem der Geschäft der Ortschaft einen der besten Käse kosten, den „Queso de flor“ („Blumenkäse“.) Dieser im Geschmack einzigartige und milde Käse wird als „Blumenkäse“ bezeichnet, weil die Kuh- und Schafsmilch mit Hilfe der Blüte der blauen Distel zum Gerinnen gebracht wird.

Der Ausflug endet in Agaete, eines der malerischsten und urigsten Ortschaften der Insel. Es ist ein absolutes Muss nach Los Berrezales – eines der schönsten und fruchtbarsten Täler der Insel am Fuß vom Kieferwald von Tamadaba – hochzufahren. Dort kann man großartige Zitronen-, Orangen-, Avocadoplantagen und eine kleine Kaffeeplantage besichtigen. 2 km von Agaete entfernt befindet sich der Hafen Puerto de Las Nieves. Hier können Sie frischen Fisch essen, einen entspannenden Spaziergang machen und sich an der herrlichen Landschaft erfreuen. Die Steilküste von Tamadaba, vor der der „Gebrochene Fels“ (Roque Partido) – besser bekannt als „Gottes Finger“ (Dedo de Dios) – aus dem Meer herausragt, und die Wallfahrtskapelle Ermita de Las Nieves werden Sie nicht enttäuschen. Sollten Sie noch über genügend Zeit verfügen, empfehlen wir Ihnen kurz bei dem Blumengarten Huerto de las Flores halt zu machen. Er liegt inmitten der Orschaft Agaete und hier können Sie zahlreiche karibische und tropische Pflanzen bewundern. Hiermit ist der Ausflug in den Norden der Insel beendet.

 

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